IWS - In Würde zu sich stehen

Eine Workshopreihe für Menschen mit psychischer Erkrankung, die lernen wollen mit der Stigmatisierung sich selbst gegenüber umzugehen.

Ein großer Teil der Gesellschaft ist entweder direkt oder indirekt mit psychischen Erkrankungen konfrontiert. Im Laufe eines Jahres hat jeder fünfte Österreicher eine psychische Erkrankung. Trotz der großen Verbreitung bestehen viele Vorurteile und Stereotypen über Menschen mit einer psychischen Erkrankung. Dies hat für die betroffenen Personen zusätzlich zur Krankheitslast zur Folge, dass die negativen gesellschaftlichen Reaktionen zur Ausgrenzung und Stigmatisierung führen. Auch die Selbststigmatisierung nimmt zu, einerseits durch die Erkrankung selbst aber vor allem auch durch von der Gesellschaft übernommene Vorurteile. Somit kann es geschehen, dass Genesung verhindert wird oder sich der Gesundheitszustand verschlimmert. Um diese bewältigen zu können, soll das Projekt „ln Würde zu sich stehen", Menschen mit einer psychischen Erkrankung dabei unterstützen, ihren individuellen Ansatz zur Bewältigung (Selbstermächtigung/Empowerment) von Stigmatisierung zu erarbeiten.

 

Neben den bereits bekannten Maßnahmen gegen Stigmatisierung, in Form von Aufklärung, ist das Thema der Entstigmatisierung seiner Selbst sehr interessant. Daher ist es uns wichtig eine Form gefunden zu haben, wie Menschen mit einer psychischen Erkrankung erlernen können, diese Selbststigmatisierung zu verringern. Durch Empfehlung erhielten wir lnformationen über das Programm von Prof. Dr. Rüsch, Uniklinik Ulm, Department Public Health, der sich bereit erklärte nach Österreich zu kommen und sein Programm vorzustellen. „ln Würde zu sich stehen“ ist ein erfolgreiches Programm aus Amerika welches übernommen, übersetzt und für Europa angepasst wurde. Das Programm wurde von uns für Österreich adaptiert. 



 

 

 

 

 

 

 

 

Projektleiterin und Trainerin Christine Reinhardt              Prof. Dr. Nicolas Rüsch

 

 

Peers (Menschen mit eigener Krankheitserfahrung) leiten die Schulungen.

Viele Menschen mit einer psychischen Erkrankung stellen sich oft die Frage, wie sie mit der Offenlegung der eigenen Krankheitserfahrung umgehen sollen? Einerseits im beruflichen Kontext aber auch im privaten Umfeld, z.B. nach einem längeren Aufenthalt im Krankenhaus. Eine individuelle Auseinandersetzung mit der Offenlegung der eigenen psychischen Krankheitserfahrung bietet das Programm ,,ln Würde zu sich stehen" an.

Die Teilnehmer erhalten die Möglichkeit sich Strategien zu erarbeiten und mit Übungen zu testen, wie sie stigmatisierenden Situationen begegnen. Das eigene Selbstwertgefühl und Empowerment sollen gefördert werden. Geleitet durch Peers richtet sich das Angebot an Menschen, die sich diesem Thema widmen und zu mehr Selbstwertgefühl und Empowerment gelangen möchten um somit der Selbststigmatisierung und auch der Stigmatisierung durch die Gesellschaft entgegenwirken möchten, dass auch den Effekt haben soll, dass sich der Gesundheitszustand verbessert beziehungsweise sich zumindest nicht verschlechtert.

Was wirkt gegen Stigma?
Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten zur Bekämpfung von Stigmatisierung. Am effektivsten scheinen Projekte zu sein, in denen der soziale Kontakt gefördert wird.

Was wirkt gegen Selbststigma?
Zur Reduktion von Selbststigma sind Selbstakzeptanz und die Förderung des Selbstwertgefühls und der Selbstermächtigung am effektivsten.

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INHALTE

o) Was heißt Selbststigma und wie leide ich darunter?
o) Stufen der Offenlegung

o) Seine eigenen Erfahrungen mit einer psychischen Erkrankung auf unterschiedliche Art und Weise mitteilen.
o) Die Vor- und Nachteile der verschiedenen Stufen der Offenlegung verstehen und erkennen.

 

 Warum? Was? Wie?
Warum erzähle ich meine Geschichte?
Was erzähle ich von meiner Geschichte?
Wie erzähle ich von meiner Geschichte?

o) Welche Auswirkungen kann eine Offenlegung haben.
o) Wie andere Menschen unterschiedlich reagieren können.
o) Berücksichtigen der unterschiedlichen Reaktionen.
o) Das Selbstwertgefühl erhalten und eine Kompetenz im Umgang mit Stigma und deren Bewältigung (er)lernen und Erholung (Recovery) fördern.

  

 

NACHBEARBEITUNG/REFLEXION

 

Was hat sich seit Beginn individuell verändert? Reflexion über die eigenen Fähigkeiten

Derzeit laufendes Angebot

Wir haben für 2022 bereits eine Workshopreihe geplant. Mehr Infos dazu erhalten sie auf der Homepage von Inclusion24



Für Mitarbeiter*innen eines Unternehmens oder Organisationen, bieten wir natürlich IWS auch an.  Lassen Sie sich beraten!

Brigitte Heller
+43699 10687443