„Ins Gespräch kommen“ – Offenlegungsentscheidungen für Eltern psychisch erkrankter Kinder

„Ins Gespräch kommen“ – Gruppenprogramm zu Offenlegungsentscheidungen für Eltern psychisch erkrankter Kinder (INSEL-Studie) Sektion Public Mental Health, Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie II, Universität Ulm und Bezirkskrankenhaus Günzburg Eltern psychisch erkrankter Kinder haben neben der Sorge um ihr Kind oft mit Stigmatisierung und Scham zu kämpfen. So werden viele häufig bezüglich ihrer Erziehung kritisiert oder als Ursache für die Erkrankung ihres Kindes gesehen. Betroffene Eltern sind sich daher oft unsicher, ob und wie sie mit anderen über die Erkrankung ihres Kindes sprechen können. Das Online-Gruppenprogramm „Ins Gespräch kommen“ unterstützt Eltern von Kindern und Jugendlichen mit psychischer Erkrankung im Umgang mit Stigma und hilft ihnen bei der Entscheidung, ob/wie sie anderen von der Erkrankung ihres Kindes erzählen. Im Rahmen einer Studie möchten wir die Wirksamkeit dieses Gruppenprogramms untersuchen. Dazu brauchen wir Ihre Hilfe! Wie sieht das Online-Gruppenprogramm aus? Wie sieht das Online-Gruppenprogramm aus? Das Gruppenprogramm besteht aus vier zweistündigen Sitzungen innerhalb eines Monats (1 Sitzung/Woche) und einer Auffrischungssitzung vier Wochen später. Alle Sitzungen werden von zwei Eltern mit eigenen psychisch erkrankten Kindern geleitet. Teilnehmen werden circa vier andere Eltern von psychisch erkrankten Kindern. Die Sitzungen finden online auf einer geschützten Plattform statt, d.h. kein Unbefugter kann teilnehmen oder mithören. Zudem können die Eltern entscheiden, ob die anderen Teilnehmer sie sehen oder nur hören können und ob ihr echter Name oder ein Alias zu sehen ist. Uhrzeiten der Sitzungen werden in Absprache mit den Teilnehmern festgelegt (aus Erfahrung: vormittags oder abends). Ziel des Programms ist es nicht, dass Sie ihre Erfahrungen offenlegen, sondern dass Sie eine Entscheidung (für oder gegen Offenlegung) treffen, mit der Sie sich wohl fühlen. Was muss ich sonst noch machen? Zusätzlich zu den Gruppensitzungen füllen Sie im Laufe der Studie viermal Online-Fragebögen aus: bei Studienbeginn, direkt nach dem Programmende, nach der Auffrischungssitzung und noch einmal acht Wochen später. Dafür erhalten Sie eine Aufwandsentschädigung von 10 Euro pro ausgefüllten Fragebogen. Nicht alle Teilnehmer der Studie werden an dem Programm teilnehmen; wer teilnimmt (zwei Drittel aller Teilnehmer) und wer nicht (ein Drittel aller Teilnehmer) wird per Zufallsprinzip entschieden. Personen, die nicht am Programm teilnehmen, werden nur zu den oben genannten Zeitpunkten Fragen beantworten und erhalten natürlich ebenfalls die Aufwandsentschädigung. Zusätzlich bekommen sie nach Studienende das begleitende Arbeitsbuch zum Selbststudium. Wer kann teilnehmen? Teilnehmen können Mütter und Väter (ab 18 Jahren) mit einem Kind mit diagnostizierter psychischer Erkrankung zwischen 6 und 17 Jahren. Für die Teilnahme benötigen Sie einen internetfähigen PC oder Laptop (mit Webcam, wenn Sie an der Videokonferenz teilnehmen möchten) sowie ein Telefon oder Handy. Wie kann ich mitmachen? Rufen Sie gerne unsere Studienkoordinatorin Lea Mayer unter der Telefonnummer +49 731 500 623 03 an oder schreiben Sie uns eine kurze E-Mail an insel-studie@uni-ulm.de mit Ihren Kontaktdaten und wir setzen uns mit Ihnen in Verbindung.

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Spendenkonto: Erste Bank, IBAN: AT67 2011 1842 9173 6600

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